Raus aus der Komfortzone!

Die letzten zwei Wochen verbrachte ich als Kursleiterin auf einer Nachhaltigkeitsakademie für besonders engagierte Schüler_innen in Papenburg. Hier durfte ich viele inspirierende Menschen kennen lernen, die mit offenen Augen durch die Welt gehen und bereit sind, den ersten Schritt zu machen und ihren Beitrag zu unserer Gesellschaft beizusteuern.

So ein Mensch möchte ich auch gern sein.

In unserer Gesellschaft gibt es viele Dinge, die mir nicht gefallen: Die Maßlosigkeit, die sich in Finanzspekulationen, dem Wachstumsdogma, der Umweltzerstörung zeigt. Die Ausgrenzung und Einschränkung von Menschen, die einer sogenannten Norm nicht gerecht werden. Rassismus und insbesondere Sexismus sind hier nur zwei Stichworte. Ich könnte der Liste noch so einige Punkte hinzufügen.

Gegen all diese Missstände gibt es Bewegungen. Nachhaltigkeit. Postwachstum. Feminismus.

Ich kenne ihre Programme rauf und runter. Aber meine Meinung klar und deutlich zu sagen, Aufmerksamkeit zu generieren, Angebote zu machen, dafür war ich oft zu feige.

 

„Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun!“ Edmund Burke

 

Dieser Blog ist ein erster Versuch, mit den Dingen, die ich für gut und richtig halte, an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich möchte diese Dinge zur Diskussion stellen und meine Meinung vertreten. Ich möchte Dinge zeigen, die ich herstelle. Ich möchte meine Sicht auf die Welt verbreiten, denn sie ist reflektiert und ich würde mich freuen, auf Gleichgesinnte zu treffen.

Ich habe viel gelernt in den letzten zwei Wochen. Schon der Schritt, mich als Kursleiterin zu bewerben, mir die Zeit zu nehmen, mich über mehrere Monate vorzubereiten und diesen Kurs durchzuführen, war eine bewusste Entscheidung. Ich musste dafür meine Komfortzone verlassen. Ich hatte vorher nie als Jugendleiterin gearbeitet. Ich hatte überhaupt noch nie Leute geführt. Noch nie unterrichtet.

Um solche Situationen hätte ich früher einen großen Bogen gemacht. Denn: Ich hätte ja scheitern können.

Langsam aber stetig setzt sich bei mir aber die Einsicht durch, dass man nur durch die unangenehmen, unsicheren Erfahrungen wirklich dazulernt.

Im Scheitern steckt ein unglaubliches Lernpotenzial.

Man muss es einfach umarmen.

Und in den wenigsten Fällen scheitert man mit Pauken und Trompeten.

Viel öfters hat man einen Erfolg mit kleinen Schönheitsfehlern.

Unser Feedback von den Teilnehmenden war überwältigend positiv. Klar, die vielen neuen Situationen in einer fremden Gruppe waren sehr anstrengend. Viele Dinge werden wir beim zweiten Mal anders angehen.

Aber die Lernkurve war unglaublich steil.

Oft muss man sich einfach selbst ins kalte Wasser werfen, um zu sehen, wie gut man eigentlich schwimmen kann.

Man muss seine Meinung zur Debatte stellen, neue Dinge tun, den Menschen davon erzählen.

Auf diese Weise macht man sich angreifbar. Aber auch nur so kann man andere Menschen inspirieren.

 

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2 Gedanken zu “Raus aus der Komfortzone!

    • Hey, ich hab dir ja noch gar nicht geantwortet! Shame on me! Danke für deinen lieben Kommentar. Ich versuche, den NAka-Spirit so gut es geht hinüberzuretten in meinen Alltag. Gerade versuche ich, ein Nähcafe in Freiburg zu etablieren, hoffentlich klappt das :). Liebe Grüße, Marisa

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