Schlichter ist schöner

Manchmal gehen DIYs daneben. Nein falsch: oft gehen DIYs daneben.

Es ist eben noch keine Meisterin vom Himmel gefallen. Und nur durch wiederholtes Scheitern wird man besser.

Große Worte für ein kleines DIY-Projekt, das ich euch zeigen möchte.

Angefangen hat es mit einer Pinnwand, einer stinknormalen aus Kork. Dann habe ich im Internet mit Stoff überzogene Pinnwände gefunden und fand sie très chic.

Leider war meine Umsetzung alles andere als chic. Wie ihr seht, habe ich wieder Stoffreste verarbeitet. (Es scheint hier, als hätte ich immer nur dieselben Stoffreste, aber das sind einfach die, die mir am besten gefallen.)

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Ich wollte mir erst nicht eingestehen, dass mir meine Produktion nicht gefällt. Immerhin hatte ich mich dumm genug angestellt bei den Nähten und beim Antackern des Stoffs am Rahmen. Und mehrmals geflucht. (Gibt es eigentlich ein DIY-Projekt ohne Fluchen?) Alles in allem viel zu viel Arbeit für so eine kleine Pinnwand.

Aber hey, stellt euch vor, auf diesem Farben-und Musterwirrwarr hängen auch noch Notizen und Fotos.

Also musste der Stoff weg. Auch keine einfache Übung. Habt ihr schonmal versucht, mit einer Werbegeschenk-Zange die großen, stabilen Holz-Tacker-Klammern rauszuziehen? *grrrr?%!*

Aber es hat sich gelohnt. Nachdem der Stoff weg war, habe ich einfach den Rahmen mit weißer Acryl-Farbe angemalt.

Seht her. Ruhiger. Schlichter. Minimalistischer. Schöner.

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Jetzt können die angepinnten Fotos und Notizen für sich wirken.

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Minimalistisches Design ist auch bei DIY-Projekten meist die bessere Wahl. Und oft auch die einfachere und schnellere.

Man sollte die Prinzipien auch anwenden, die man predigt ;).

Pimp your Jutebeutel

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Heute präsentiere ich euch ein kleines, einfaches DIY-Projekt.

Viele Baumwolltaschen bekommt man als Werbegeschenk mit Aufdruck. Da ich ja schon die Logos von allerlei Kosmetikflaschen entfernt habe, gefällt es mir auch nicht, beim Einkaufen als Werbefläche herumzulaufen. Genausowenig wie mit meinen T-Shirts, Pulllovern, etc. Werbung für große Kleidungsfirmen laufen möchte. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Heute soll es praktischer zugehen.

Glücklicherweise kann man die Aufdrucke ganz einfach mit bunten Stoffresten übernähen und hat damit im Handumdrehen auch noch eine viel schönere Einkaufstasche.

Einfach einen Stoffrest zuschneiden und mit einem eher engen Zickzackstich an den Rändern auf die Tasche nähen. Wenn der Stoff oder die Tasche verknittert ist, hilft es, beides vorher zu bügeln. Fertig.

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DIY Sauerkraut

Erst mal möchte ich mich bei allen entschuldigen, die gestern schon eine Email mit Link zu diesem Artikel bekommen haben. Wie ihr wahrscheinlich gleich gesehen habt, waren das nur Notizen zum eigentlichen Artikel. Ich habe den „Speichern“- mit dem „Publizieren“-Button verwechselt. Man sollte einfach nicht vor dem Fernseher multitasken…

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Unser Sauerkraut ist fertig! Und es schmeckt unglaublich lecker :).

Ich war ja am Anfang sehr skeptisch. In meiner Lieblings-Reality-Show, dem Schwarzwaldhaus 1902 hatte Familie Boro damals kein Glück und das Kraut ist geschimmelt.

Aber da Sauerkraut wirklich sehr viel besser schmeckt als Weiskraut, musste ich das Risiko einfach eingehen. In einem Glas wie oben ist es auch wirklich nicht schwierig. Und das Sauerkraut ist dann sogar müllfrei!

Wir haben uns an dieses Rezept gehalten:

700 g Weiskohl (war bei uns ein ganzer Kohlkopf)
2 TL Salz
1 EL Wacholderbeeren
1 EL Kümmel
2 EL Zucker
Salz
Essig
Kochendes Wasser
1 Einmachglas (1l)

1. Zuerst prüfen, ob das Glas dicht ist. Dazu Wasser rein füllen, zumachen und auf den Kopf stellen. Es sollte nichts raustropfen.

2. Das Kraut hobeln. Wir haben keinen Hobel und haben es darum in Streifen geschnitten, dann ist es nicht so fein, schmeckt aber auch.

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3. Das Kraut mit Salz und Gewürzen verkneten, bis Saft austritt. Man muss wirklich rabiat sein, denn das Kraut sollte so weit zusammenfallen, dass es vom austretenden Wasser nachher vollständig bedeckt wird.

4. Die sauberen Einmachgläser ausspülen. Dazu nehmt ihr eine eine Essig-Salz-Wasserlösung (1 EL Essig, 1 EL Salz und 1 l kochendes Wasser).

5. Das Kraut in das Glas schichten. Ruhig nochmal feste pressen. Das Glas sollte nur zu 4/5 voll sein und das Kraut soll vollständig mit Wasser bedeckt sein. Bei unserm ersten Versuch war nicht genug Flüssigkeit vorhanden, dann kann man auch mit heißen Wasser auffüllen. Wie ihr seht, füllt das Kraut auch fast ein 2l Glas. Wir haben also definitiv nicht genug gequetscht.

6. Warten. Das Glas zuerst abgedeckt 3 Tage bis eine Woche an einem warmen Ort stehen lassen (bei uns stand es in der Küche im Vorratsschrank), danach an einen kühleren Ort stellen (ca. 15°C). Wir haben es in den Flur gestellt. Da hatte es zwar bestimmt mehr als 15°C, aber einen kühleren Ort gibt es in unserer Wohnung nicht. Hat auch funktioniert.

7. Nach 4 – 6 Wochen aufessen. Man kann das Glas nach dem Öffnen auch wieder verschließen und immer wieder davon essen. Lecker!

Dieses Video habe ich leider erst nach dem Sauerkraut-Ansetzen gefunden. Es gibt eine gute Vorstellung davon und auch ein paar Daumenregeln, wie man Sauerkraut macht. Vor allem gefällt mit gut, dass man einfach mal zuschauen kann, wie das Kraut behandelt werden muss, damit es nachher in das kleine Glas passt. Wer nicht so auf Paläo-Ernährung steht, kann das Gespräch am Anfang überspringen und gleich bei Minute 8:25 einsteigen. Hier ist auch der Artikel dazu.

Viel Spaß beim Sauerkraut fermentieren!

Let it go – Sperrmüll Edition

Als Minimalistin versuche ich, nur zu besitzen, was zu meiner derzeitigen Lebenssituation passt. Darum gibt’s auch immer was, das gehen muss. Diese Dinge zeige ich euch in der Kategorie „Let it go“.

Sperrmüll ist wohl die ultimative Entrümpelungs-Maßnahme. Da können endlich mal die großen Stücke raus.

Gestern war’s auch bei uns soweit. Nach einer halbjährigen Sperrmüll-Anmelde-Odyssee mit dem unglaublich kompetenten Sperrmüll-Menschen (grrr!), hatten wir endlich einen Termin, an dem wir auch zuhause waren. Juchhey!

Raus musste der alte Küchentisch und zwei passende Stühle, deren Stuhlbeine schon böse Anschläge auf unsere Gäste ausgeübt haben. Auch ein Schreibstischstuhl, den Oli schon seit mehr als einem Jahrzehnt platt gesessen hatte, musste dran glauben.

Gleichzeitig wurde auch endlich mal unser Kellerabteil mit einem Regal gepimpt. Jetzt sieht man sogar wieder richtig viel vom Boden!

Allerdings kommt da noch ein Karton weg. Von dem erzähl ich euch dann nächste Woche :).

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Vorher: Chaos!

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Nachher: Ohne Gerümpel, alles zugänglich. Die Tischplatte links ist auch auf dem Sperrmüll gelandet.

DIY Deo

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Oben seht ihr mein selbstgemachtes Deo. Abgefüllt in einen alten Deoroller (Natürlich ohne Etikett). Das Rezept ist einfach und findet sich mehrfach im Internet. Mit Abstand am besten finde ich dieses Video… wenn das mal keine actionreiche Präsentation für ein Deo ist :).

Wenn ihr nicht so die Video-Fans seid, hier das Rezept in Schriftform:

Schritt 1: Wasser kochen und abkühlen lassen. Die Menge hängt von eurem Gefäß ab.

Schritt 2: Natron einrühren. Natron ist ein Pulver, das man in Drogerien oder Supermärkten zu kleinem Preis kaufen kann und mit dem man allerlei Wunder wirken kann. Die Menge hängt natürlich von der Wassermenge ab. Fangt also mit einem halben TL an und gebt nach und nach mehr Natron dazu. Am Ende sollte so viel Natron in der Lösung sein, dass es sich gerade noch alles auflöst. Wenn ihr genau hinseht, hat das bei mir auch nicht so gut geklappt. Aber kann ja noch werden…

Schritt 3: Abfüllen. Die fertige Lösung könnt ihr nun in ein altes Deogefäß füllen. Am besten geeignet ist eins zum Sprühen, wie in dem Video gezeigt. Da ich aber nur ein Deoroller-Gefäß hatte, habe ich’s mal damit versucht. Ist zwar etwas flüssiger als gewöhnliche Deoroller, funktioniert aber genau so gut.

Funktioniert’s? Das ist natürlich die wichtigste Frage. Niemand will schließlich stinken. Wie Yamina im Video erklärt, reagiert das Natron mit dem Hautfett, sodass die „Stinkstoffe“, wie sie sie nennt, eliminiert werden. Ich war überrascht, dass das DIY-Deo tatsächlich besser wirkt als mein altes CD-Deo. Alles wunderbar.

Ich bin definitiv überzeugt.

Traut ihr euch, mit Pflegeprodukten zu experimentieren und hattet ihr schon ähnliche Erfolgserlebnisse?