DIY Sauerkraut

Erst mal möchte ich mich bei allen entschuldigen, die gestern schon eine Email mit Link zu diesem Artikel bekommen haben. Wie ihr wahrscheinlich gleich gesehen habt, waren das nur Notizen zum eigentlichen Artikel. Ich habe den „Speichern“- mit dem „Publizieren“-Button verwechselt. Man sollte einfach nicht vor dem Fernseher multitasken…

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Unser Sauerkraut ist fertig! Und es schmeckt unglaublich lecker :).

Ich war ja am Anfang sehr skeptisch. In meiner Lieblings-Reality-Show, dem Schwarzwaldhaus 1902 hatte Familie Boro damals kein Glück und das Kraut ist geschimmelt.

Aber da Sauerkraut wirklich sehr viel besser schmeckt als Weiskraut, musste ich das Risiko einfach eingehen. In einem Glas wie oben ist es auch wirklich nicht schwierig. Und das Sauerkraut ist dann sogar müllfrei!

Wir haben uns an dieses Rezept gehalten:

700 g Weiskohl (war bei uns ein ganzer Kohlkopf)
2 TL Salz
1 EL Wacholderbeeren
1 EL Kümmel
2 EL Zucker
Salz
Essig
Kochendes Wasser
1 Einmachglas (1l)

1. Zuerst prüfen, ob das Glas dicht ist. Dazu Wasser rein füllen, zumachen und auf den Kopf stellen. Es sollte nichts raustropfen.

2. Das Kraut hobeln. Wir haben keinen Hobel und haben es darum in Streifen geschnitten, dann ist es nicht so fein, schmeckt aber auch.

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3. Das Kraut mit Salz und Gewürzen verkneten, bis Saft austritt. Man muss wirklich rabiat sein, denn das Kraut sollte so weit zusammenfallen, dass es vom austretenden Wasser nachher vollständig bedeckt wird.

4. Die sauberen Einmachgläser ausspülen. Dazu nehmt ihr eine eine Essig-Salz-Wasserlösung (1 EL Essig, 1 EL Salz und 1 l kochendes Wasser).

5. Das Kraut in das Glas schichten. Ruhig nochmal feste pressen. Das Glas sollte nur zu 4/5 voll sein und das Kraut soll vollständig mit Wasser bedeckt sein. Bei unserm ersten Versuch war nicht genug Flüssigkeit vorhanden, dann kann man auch mit heißen Wasser auffüllen. Wie ihr seht, füllt das Kraut auch fast ein 2l Glas. Wir haben also definitiv nicht genug gequetscht.

6. Warten. Das Glas zuerst abgedeckt 3 Tage bis eine Woche an einem warmen Ort stehen lassen (bei uns stand es in der Küche im Vorratsschrank), danach an einen kühleren Ort stellen (ca. 15°C). Wir haben es in den Flur gestellt. Da hatte es zwar bestimmt mehr als 15°C, aber einen kühleren Ort gibt es in unserer Wohnung nicht. Hat auch funktioniert.

7. Nach 4 – 6 Wochen aufessen. Man kann das Glas nach dem Öffnen auch wieder verschließen und immer wieder davon essen. Lecker!

Dieses Video habe ich leider erst nach dem Sauerkraut-Ansetzen gefunden. Es gibt eine gute Vorstellung davon und auch ein paar Daumenregeln, wie man Sauerkraut macht. Vor allem gefällt mit gut, dass man einfach mal zuschauen kann, wie das Kraut behandelt werden muss, damit es nachher in das kleine Glas passt. Wer nicht so auf Paläo-Ernährung steht, kann das Gespräch am Anfang überspringen und gleich bei Minute 8:25 einsteigen. Hier ist auch der Artikel dazu.

Viel Spaß beim Sauerkraut fermentieren!

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3 Gedanken zu “DIY Sauerkraut

    • na dann guten appetit! falls ich mal lust auf sauerkraut habe, werde ich das ausprobieren.
      Eine Frage an dich Marisa: wie stehst du eigentlich zu Taschentuechern? Was haeltst du von Stofftaschentuechern? Waere doch eigentlich sinnvoller solche zu benutzen, als immer wieder Papier wegzuschmeissen… Diese „NeuErfindung“ von Stoffttatues hat mich ja doch begeistert: http://myplasticfreelife.com/2011/02/hankybook-cleverly-replaces-disposable-tissues-like-kleenex/ – kann man bestimmt auch selbst machen.
      Liebe Gruesse,
      Fatima

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      • Hey Fatima,
        natürlich finde ich Wegwerf-Taschentücher unmöglich und benutze seit einigen Monaten auch selbstgenähte Stofftaschentücher. Die sind nur so hässlich, dass ich sie hier noch nicht vorgestellt habe :). Das Hankybook finde ich etwas umständlich, sieht doch nach sehr viel Stoff aus, den man da mit sich rumträgt. Ich schmeiß mein Taschentuch einfach abends in den 60°C-Wäschekorb, wenn ich Schnupfen habe sinds auch mal drei am Tag und es braucht wesentlich weniger Platz in der Hosentasche.
        Mein nächstes Projekt sind jetzt Stoffservietten, die sehen auch edler aus :). Vielleicht bleibt dann auch ein bisschen Stoff und Motivation für schöne Stofftaschentücher übrig :). Ich werde berichten!
        Liebe Grüße, Marisa

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