Fazit meiner Meditationschallenge

Adventskranz

Wenn die Tage kürzer werden, geht’s bei mir immer ein bisschen ruhiger und beschaulicher zu. Darum habe ich in den letzten zwei Wochen den Advent und den Weihnachtsmarkt genossen, der die ganze Innenstadt lecker duften lässt.

Aber natürlich möchte ich euch das Fazit meiner Meditationchallenge nicht vorenthalten.

Im November hatte ich mir vorgenommen, jeden Tag morgens 15 Minuten vor der Tageslichtlampe zu meditieren, um unter Beleuchtung die Erleuchtung zu erlangen :).

Aus mehreren Gründen hat das überhaupt nicht gut geklappt.

1. Vor der Tageslichtlampe kann man nicht gut meditieren. Wer von euch eine Tageslichtampe hat, weiß, dass ihr Licht sehr hell ist. So hell eben, wie wenn man im Sommer draußen in den blauen Himmel schaut. In dieser Helligkeit fällt es schwer, die Augen geschlossen zu halten. Immer wieder muss man sie zudrücken, damit sie nicht von allein aufgehen, was der Meditation natürlich nicht sehr zuträglich ist.

2. Ich meditiere nicht gern vor dem Frühstück. Das ist die erste wichtige Selbsterkenntnis aus der Challenge: Wenn ich morgens aufstehe, möchte ich als erstes frühstücken. Das ist für mich der denkbar beste Start in den Tag. Als Konsequenz habe ich die Meditation nach der ersten Woche auf den Abend verlegt.

3. Es fällt mir schwerer, etwas zusätzlich in meinen Tag einzubauen, als etwas wegzulassen. Nachdem ich meine Meditationssessions auf den Abend verlegt hatte, habe ich sie regelmäßig einfach vergessen. Mir hat einfach der Trigger gefehlt, wie Leo Babauta es so schön nennt. Morgens wusste ich immer, direkt nach dem Aufstehen, ab aufs Meditationskissen. Aber abends hatte ich keinen festen Zeitpunkt festgelegt, was wohl der Genickbruch war. Beim Weglassen hingegen ist der Trigger immer schon das Verlangen an sich. Das Erinnern fällt darum wesentlich leichter.

Trotzdem ist mein Fazit postiv, denn der Sinn einer Challenge ist es, etwas über sich selbst zu lernen. Wie ich meine Morgenroutine am liebsten gestalte, ist eine wertvolle Erkenntnis für mich.

Auch, dass ich die Meditation wohl nie als regelmäßige Gewohnheit etablieren werde. Dafür ist sie mir nicht wichtig genug und hat zum jetzigen Zeitpunkt darum keine hohe Priorität.

Ich nutze sie aber gern als Medizin, wenn mir der Kopf schwirrt und ich Abstand von meinen Gedanken nehmen möchte. Sie hilft dann, Klarheit über die (Un-)Wichtigkeit von so manchem zu bekommen und die eigenen Prioritäten wieder gerade zu biegen.

Für den Dezember habe ich mir keine Challenge auferlegt.

Ich werde einfach weiter die Kerzen, den Glühwein und die Plätzchen im Advent genießen und wünsche auch euch eine ruhige Zeit mit dicken Socken und einer heißen Tasse Tee.

 

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