Das Glück der abflachenden Lernkurve

Kennt ihr mich noch? 🙂 In letzter Zeit war ich nicht sehr aktiv hier auf meinem Blog. Das liegt daran, dass ich gerade meine Doktorarbeit angefangen habe und damit beschäftigt bin, eine steile Lernkurve hinaufzuklettern.

Jedes mal, wenn ich etwas neues beginne, bin ich erstaunt, wie anspruchsvoll die erste Zeit ist. Auch wenn ich wie jetzt das Umfeld kenne und eigentlich nur das spezielle Thema neu war.

Aber das stimmt nur bedingt. Denn auch ein Positionswechsel an sich (von Masterandin zu Doktorandin) bringt andere Aufgaben mit sich, andere Gestaltungsmöglichkeiten. Da muss das Hirn erst mal mit klar kommen.

Denn das Gehirn benutzt ja mit Vorliebe die immer gleich bleibenden Bahnen. Neue anzulegen, dauert länger und kostet Energie. Also bleibt es schön in seiner Komfortzone.

So langsam flacht meine Lernkurve aber Gott sei Dank ab, mein Hirn hat die neuen Bahnen angelegt und es wird wieder gemütlich in meiner neuen Komfortzone.

Was ich zusätzlich gelernt habe, ist, dass ich zu jeder Zeit nur in einem Bereich meines Lebens  außerhalb meiner Komfortzone agieren kann. Sonst wirds zu anstrengend.  Naja, vielleicht gehen auch mal zwei Bereiche, je nachdem wie viel es dabei neu zu lernen gibt. Aber ich merke ziemlich schnell, dass meine Laune in den Keller geht, wenn ich mir zu viel auf einmal vornehme.

Ein typischer Fall von: Der Mensch überschätzt, was er kurzfristig erreichen kann und unterschätzt, was er langfristig erreichen kann. Diese (wissenschaftliche) Erkenntnis halte ich mir immer wieder vor Augen. Sie motiviert mich, meine Komfortzone zu verlassen und ein paar Monate in der unbequemen Position zu bleiben, bis sie gemütlich wird und ich mal wieder erstaunt bin, wie weit ich schon gekommen bin. Das Glücksgefühl, etwas geschafft zu haben, klüger zu sein als vorher, ist auch nicht zu unterschätzen.

Ich glaube, die erste Phase als Neu-Doktorandin habe ich überstanden, die Lernkurve flacht so langsam ab. Darum werde ich wieder Hirnkapazitäten frei haben, um Artikel für euch zu schreiben. Ich freu mich drauf.

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