DIY Deo

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Oben seht ihr mein selbstgemachtes Deo. Abgefüllt in einen alten Deoroller (Natürlich ohne Etikett). Das Rezept ist einfach und findet sich mehrfach im Internet. Mit Abstand am besten finde ich dieses Video… wenn das mal keine actionreiche Präsentation für ein Deo ist :).

Wenn ihr nicht so die Video-Fans seid, hier das Rezept in Schriftform:

Schritt 1: Wasser kochen und abkühlen lassen. Die Menge hängt von eurem Gefäß ab.

Schritt 2: Natron einrühren. Natron ist ein Pulver, das man in Drogerien oder Supermärkten zu kleinem Preis kaufen kann und mit dem man allerlei Wunder wirken kann. Die Menge hängt natürlich von der Wassermenge ab. Fangt also mit einem halben TL an und gebt nach und nach mehr Natron dazu. Am Ende sollte so viel Natron in der Lösung sein, dass es sich gerade noch alles auflöst. Wenn ihr genau hinseht, hat das bei mir auch nicht so gut geklappt. Aber kann ja noch werden…

Schritt 3: Abfüllen. Die fertige Lösung könnt ihr nun in ein altes Deogefäß füllen. Am besten geeignet ist eins zum Sprühen, wie in dem Video gezeigt. Da ich aber nur ein Deoroller-Gefäß hatte, habe ich’s mal damit versucht. Ist zwar etwas flüssiger als gewöhnliche Deoroller, funktioniert aber genau so gut.

Funktioniert’s? Das ist natürlich die wichtigste Frage. Niemand will schließlich stinken. Wie Yamina im Video erklärt, reagiert das Natron mit dem Hautfett, sodass die „Stinkstoffe“, wie sie sie nennt, eliminiert werden. Ich war überrascht, dass das DIY-Deo tatsächlich besser wirkt als mein altes CD-Deo. Alles wunderbar.

Ich bin definitiv überzeugt.

Traut ihr euch, mit Pflegeprodukten zu experimentieren und hattet ihr schon ähnliche Erfolgserlebnisse?

Sauerrahm im Glas!

Wie ihr wisst, versuche ich Müll so gut es geht zu vermeiden. Darum kaufe ich so viel es geht in Pfandflaschen und Gläsern: Milch, Joghurt, Sahne, Säfte,…

Aber manche Dinge gibt es einfach nur in Plastikverpackungen. Zum Beispiel Schmand/Sauerrahm.

Dachte ich. Bis ich gestern auf dem Wochenmarkt Schmand im Pfandglas entdeckt habe. Ich habe nur fast hyperventiliert.

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I ❤ Märkte. Und muss jedes Mal fett grinsen, wenn ich den Kühlschrank aufmache.

Was ich tagsüber träume

Tagträume sind wunderbar. Sie erlauben uns, Pläne zu schmieden, die nicht von realen Grenzen eingeschränkt werden. In unserem Kopf können wir das „Wäre-es-nicht-meeeeega…?“ realisieren, ohne an das „Oh-mein-Gott-was-könnte-alles-passieren?!!!???“ zu denken.

Tagträume sind wunderbar, um Ideen für unsere Langzeitziele zu sammeln und sie zu visualisieren.

Tagträume haben es verdient, ausgeschmückt und weitergesponnen zu werden. Denn wer weiß? Vielleicht sind sie ja gar nicht so realitätsfern, wie wir dachten. Und irgendwann werden sie wahr.

Darum teile ich meine Tagträume heute mit euch. Nicht alle natürlich. Nur die konkreten. Ich möchte schließlich nicht, dass ihr mich für verrückt haltet.

Als Innenstädterin ist es mein Luxusproblem, keinen Balkon zu haben. Denn ein Balkon ist toll. Nicht weil man in lauschigen Sommernächten dort ein Glas Rotwein trinken kann. Und auch nicht, weil man sich dort im Balkongärtnern üben kann.

Nein. Ich träume von einem Kompost.

Genauer gesagt, von einem dieser dreistöckigen Tower auf dieser Website, die genialerweise Global Worming heißt.

Es ist nicht schwierig, die selber zu bauen, dass macht der Typ von der Website schließlich auch.

Das Problem ist der Platz. In der Küche haben wir schon einen kleinen Wurmkompost in einer 20l-Kiste. Der funktioniert wunderbar. Falls es euch interessiert, stelle ich euch unsere 1 102 gefräßigen Mitbewohner_innen namens Anna und Otto demnächst auch mal vor.

Aber so gefräßig die Würmer auch sind, sie schaffen nur 20% unseres Biomülls, wenns hoch kommt. Denn wir haben unglaublich viel Biomüll, besonders seit wir eine Gemüsekiste beziehen. Und da unser Haus keine Biotonne hat, wandern die guten Gemüsereste alle in die Müllverbrennungsanlage. Was für eine Verschwendung!

Darum träume ich an manchen vielen Tagen davon, alle unsere kompostierbaren Abfälle unseren Würmern verfüttern zu können.

Dann wäre unser Restmüll quasi arbeitslos. Stellt euch das mal vor.

Und wir würden in einer lauschigen Sommernacht mit unseren 10 378 Annas und Ottos auf dem Balkon sitzen und ein Glas Rotwein trinken.

Ein Traum.

Minimalistisches Badezimmer

…oder sollte ich sagen „müllfreies Badezimmer“? Minimalismus und Müllfreiheit sind zwei Ziele, die ich verfolge. Darum könnte dieser Artikel so oder so heißen, beides wäre wahr. Auf jeden Fall zeige ich euch heute mein Badezimmer :).

In den meisten Badezimmern steht ein Fläschchen neben dem anderen, viele Dinge, die man nur selten benutzt, Pröbchen, Geschenke mit Badezimmer-Wellnesscharakter und alles für den täglichen Bedarf, am besten auch auf Vorrat.

Wie ihr euch denken könnt, wurde das mir und meinem Minimalismus bald zu viel.

Also habe ich analysiert, was ich wirklich in meiner morgendlichen und abendlichen Badroutine benutze, was unnötig ist und was Luxus.

1. Duschen und Haare waschen. Schon ziemlich bald habe ich bemerkt, dass Spülung absolut unnötig ist. Ein mildes Shampoo, dass die Haare nicht unnötig angreift, reift völlig. Außerdem bin ich von Duschgel auf feste Seife umgestiegen, was handlicher, müllfreier und preiswerter ist. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass ich mir jetzt aus jedem Urlaub selbst eine Seife als Souvenir mitbringen kann, sodass ich jeden Morgen an meine letzte Reise erinnert werde. Der Müllfreiheit wegen bin ich auch auf festes Haarshampoo umgestiegen. Die haben nur eine dünne Papierverpackung und ich kann sie hier vor Ort im Waschbär-Laden kaufen.
Für unterwegs packe ich die Seifen einfach in selbstgenähte Hüllen, die ich aus einem alten Handtuch gefertigt habe (in meinen blutigen Nähanfängerinnenzeiten). So kann ich die Seife nass gleich wieder einpacken und sie trocknet unterwegs.

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2. Zähne putzen. Wie ich vor ein paar Wochen geschrieben habe, putze ich meine Zähne seit neuestem mit Birkenzucker, was by the way super funktioniert. Den minzigen Geschmack vermisse ich überhaupt nicht und meine Zähne fühlen sich danach genau so sauber an wie früher. Mal sehen, was meine Zahnärztin dazu sagt. Seit neuestem habe ich eine Zahnbürste aus Bambus, die verrottbar ist. Leider kann man sie nur online kaufen. Diese Dinge gehören wohl eher in die Kategorie müllfrei, denn weniger Dinge als früher benutze ich nicht.

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3. Cremes sind meine Baustelle. Wie ihr seht, besitze ich noch drei verschiedene… Ich halte nichts davon, für jedes Körperteil eine eigene Creme zu benutzen, denn mal ganz ehrlich, was genau unterscheidet denn die Pfirsichhaut in unserem Gesicht von der am Allerwertesten? Genau, rein gar nichts. Einzige Ausnahme: Handcreme. Die hat meistens die Eigenschaft, schneller einzuziehen als andere Cremes, was durchaus Sinn macht, wenn man danach gleich wieder das Touchpad betouchen möchte. Leider sieht es bei mir im Bad zur Zeit gar nicht minimalistisch aus. Aber da arbeite ich dran. Der Müllfreiheit wegen werde ich demnächst außerdem Kokosöl für die Körperpflege ausprobieren.

4. Deo. Als Deo benutze ich seit einigen Jahren den Roller von CD. Ich werde aber demnächst mal dieses supereinfache Rezept für ein DIY-Deo ausprobieren.

5. Haare pflegen. Jetzt kommt der luxuriöse Teil. Ich besitze einen Kamm und zwei Haarbürsten. Nicht sehr minimalistisch, könnte man denken. Aber das ist mein Wellness und absolut essentiell ;). Den Kamm brauche ich für Haare im nassen Zustand, denn dann sind sie am empfindlichsten und wollen nicht gebürstet werden. Eine normale Bürste ist fürs Grobe und eine mit Wildschweinborsten fürs Feine. Die wurde mir mal von meiner Frisörin empfohlen, da sie anscheinend die Kopfhaut gut massiert und das Kopfhautfett gleichmäßig in den Haaren verteilt, sodass die gut gepflegt werden. Vor allem bändigt sie besser als jedes Gel Strähnen, die über Nacht der Schwerkraft nicht mehr gehorchen wollen. Mit diesen Bürsten gönne ich mir jeden Tag 100 Bürstenstriche.

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Das wars an Alltäglichem. Natürlich gibt es auch noch die Dinge, die man nur ab und zu braucht. Besonders bei diesen Dingen sollte man aufpassen, denn hier schafft es die Werbung sehr oft, eine_n zum Kauf zu verführen, obwohl man noch einen riesigen Vorrat zu Hause hat.

6. Schminkzeug. Obwohl ich nur noch hochwertige Produkte kaufe und auch nur noch ein kleines Täschchen voll Schminksachen besitze, ist es viel mehr, als ich je brauchen werde. Ich schminke mich sowieso nur zu besonderen Anlässen, darum wird mein Vorrat mich wahrscheinlich überleben.

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7. Parfüms. Damn you, Werbung. Die meisten Parfüms habe ich gekauft, weil die Werbung so gut war. Jep, das war der Grund und der war mir beim Kauf schon bewusst. Ich habe das Parfüm damals nicht mal probiert (!). Ich muss sagen, ich habe eine Faible für gute Werbung. Denn die meiste Werbung ist richtig schlecht gemacht und appelliert nur an irgendwelche ominösen Urinstinkte, die ich nicht zu besitzen scheine. Aber ich liebe zum Beispiel Apple-Werbung… Doch ich schweife ab. Man sollte das gute Gefühl nach einem guten Werbekurzfilm einfach nur genießen. Und nicht gleich in den nächsten Laden rennen und sich ein Armani-Parfüm kaufen. Scandalous.

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Dinge wie Nagellack, Sonnencreme, Fön, Rasierer und Nagelpflegezeug haben bei mir auch noch einen Platz in meinem Badschränkchen. Bei einigen könnte ich bestimt noch ausmisten oder mehr Müll vermeiden.

Aber mal ganz ehrlich: Die Welt braucht Nagellack. Wer will schon in einer Welt ohne Farben und Glitzer leben?

Und was ist für euch so essentiell im Bad?